Salon-Aktuell



Foto: Dr. Anja Schneider

Spendenübergabe

Jeannette Weigang (1. v.l.), Brit Kretzschmar, Oliver Heinicke, Sandra Gelbhaar

Osterspendenaktion Gänsekücken Tombola, für das Hospiz in Dessau

Die meisten Menschen gehen zum Friseur, weil sie einen Termin zum Waschen, Schneiden, Föhnen haben - auch an diesem Tag - aber nicht nur.

Das Team des Friseur- und Barbiersalon HEINICKE Haut & Haar in der Zerbster Straße empfing die Geschäftsführerin der Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH, Dr. Anja Schneider, und zwei ihrer Mitarbeiterinnen im erst neuen Ambiente des Salons. Anlass war die stolze Übergabe der Spende aus der Losverkaufsaktion, bei der auch die kleinen Gänseküken mit ihrem Niedlichkeitsfaktor ihren Beitrag geleistet haben.

In einer kleinen gemütlichen Runde in dem frisch renovierten Friseursalon mit neuem Barbierbereich wurde sich intensiv über die Hospizarbeit unterhalten. Dabei erklärte Brit Kretzschmar, dass ihr die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen läge und es immer noch sehr schwierig sei, für diese spezielle aber auch so wichtige Versorgungsform für schwersterkrankte Menschen Spenden zu akquirieren. Immer wieder machte sie ihre Salongäste auf die Spendenaktion aufmerksam. Sie berichtete dabei von Kindern und Jugendlichen die sich bei Erkrankung eines Eltern-, Geschwister- oder Angehörigenteils in sehr schwierigen und teils auch überforderten Situationen befinden können und oft Hilfe bedürfen. "Diese Kinder und Jugendlichen benötigten dann eine besondere Form der Fürsorge und Beachtung. Vor lauter Kümmern und Rücksicht auf die Schwerstkranken geraten diese mitunter in den Hintergrund oder helfen sogar bei der Pflege und Betreuung des Angehörigen mit, so wie es in der Hospizpflege in der Häuslichkeit oft geschehe", so Dr. Anja Schneider. Sie fügt hinzu, dass dies für die Kinder und Jugendlichen eine enorme psychische Belastung bedeuten kann. Um Kindern und Jugendlichen eine professionelle Unterstützung in derartigen Situationen bei Verlust eines Angehörigen geben zu können, hält die Anhaltische Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH ein ambulantes Hospizteam mit speziell ausgebildete Ehrenamtlichen sowie Palliativpflegepersonal mit der Qualifikation Kinderkrankenschwester und Psychologen vor.

Letztendlich konnten die beiden Geschäftsführer Oliver Heinicke und Brit Kretzschmar - Dank ihres Engagements und der Beteiligung vieler Spender - einen Scheck in Höhe von 1.600 ¬ überreichen, der für die Fürsorge und Unterstützung der Trauerarbeit für Kinder und Jugendliche in derartig schweren Situationen und für das Projekt: Hospiz macht Schule verwendet werden soll.

Jeannette Weigang